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Wie neuartige Löschsprays leben retten und warum dieses in jeden Haushalt gehören

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Kleine Helfer mit großer Wirkung

Schnell ist es passiert: Plötzlich steht der Adventskranz in Flammen, auf der Herdplatte fängt eine vergessene Einkaufstüte an zu brennen oder das heiße Fett in der Bratpfanne wird gedankenlos mit Wasser abgelöscht. Das sind nur drei Szenarien, bei denen aus einer Unachtsamkeit eine Katastrophe werden kann. Um das zu vermeiden, gibt es viele Schutzvorkehrungen. Doch nicht jeder möchte in seiner Küche oder in seinem Wohnzimmer einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke haben. Dabei ist es nicht schwer, in seinen eigenen Wänden zumindest die Entstehung eines Feuers zu verhindern. Ein Feuerlöschspray kann dabei der erste Helfer sein.

Was ist ein Feuerlöschspray?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Spray mit einem Löschmittel, das kleine Entstehungsbrände schnell bekämpfen kann und eine sinnvolle Ergänzung zu vorhandenem Löschgerät wie Feuerlöscher oder Löschdecke ist. Bereits 2007 tauchten Feuerlöschsprays erstmals auf, konnten sich aber wegen technischer Probleme nicht durchsetzen. Doch die Hersteller haben nachgebessert, und so überzeugen heute die handlichen Dosen immer mehr Anwender auch im Haushalt. Durch die einfache Handhabung ist es für jeden Laien möglich, das Spray richtig anzuwenden. Nach dem Abziehen der Schutzkappe wird der Sicherungsstift gezogen, der Sprühkopf auf das Feuer gerichtet und betätigt. Durch seine geringe Größe passt das Löschspray in jeden Raum, ohne großartig aufzufallen und trotzdem haben Sie es im Ernstfall schnell zur Hand.

Worin besteht der Unterschied zwischen Löschspray und Feuerlöscher?

Mit einem Gesamtgewicht von maximal 20 Kilogramm zählt ein Feuerlöscher zu den so genannten Kleinlöschgeräte und wird zum Ablöschen von Klein- und Entstehungsbränden verwendet. Je nach Inhalt können Feuerlöscher für verschiedene Arten von Bränden eingesetzt werden. Die Nachteile eines Feuerlöscher liegen in seinem relativ hohen Gewicht und der für Laien nicht immer einfachen Bedienung. Auch brauchen Feuerlöscher einen größeren Platz als ein Löschspray. Außerdem müssen sie gewartet werden, und sie sind nur einmal verwendbar.
Ein nicht zu unterschätzender Nachteil sind die Folgeschäden besonders bei Pulverlöschern. Das feine Pulver dringt in die kleinste Ritze ein, so dass gerade bei Entstehungsbränden im Wohnbereich oft ein Großteil, wenn nicht sogar die ganze Einrichtung, stark beschädigt wird. So hinterlässt ein kleines, im Entstehen begriffenes Feuer, zwar vielleicht keine größeren Brand-, dafür aber Löschschäden.

Feuerlöschsprays mit ihrer handlichen Größe dagegen finden in jedem Raum oder Auto Platz, ohne großartig aufzufallen. Die wartungsfreien Sprays können mehrfach verwendet, das heißt, eventuelle Reste in der Dose können aufgebraucht werden. Gleichzeitig ist die geringe Größe und Füllmenge aber auch ein Nachteil, da diese Sprays tatsächlich nur für Entstehungsbrände geeignet sind. Durch das geringe Gewicht ist es leichter, den Sprühkopf zielgenauer in das Feuer zu richten und dieses so gezielt zu bekämpfen.

Wo können Löschsprays eingesetzt werden?

Die kleinen „Ersthelfer“ etablieren sich immer mehr in nahezu allen Bereichen – von der Küche über Fahrzeuge bis hin zum Campingplatz. Die meisten Löschsprays sind für die die Brandklasse A, B und F geeignet. Bei der Brandklasse A handelt es sich um feste Stoffe wie Holz, Kohle, Papier, Textilien, Stroh, Heu, Faserstoffe und einige Kunststoffe.
Brandklasse B kategorisiert alle flüssigen brennbaren Stoffe wie Benzin, Farben, Lacke, Alkohol, Öle. Ebenfalls in diese Brandklasse eingeordnet werden Materialien, die bei Hitze schmelzen und flüssig werden, beispielsweise Wachs, PVC, Harz, Teer oder andere Kunststoffe. Stoffe der Brandklasse B dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden, da es durch den in der Hitze entstehenden Wasserdampf zu einer Verpuffung kommen kann.
Gasbrände werden in die Brandklasse C eingeordnet. Propan, Erdgas, Butan, Methan, Acetylen und Wasserstoff brennen ohne Glut und können ausschließlich mit Pulver gelöscht werden.
Zu den in Privathaushalten am häufigsten vorkommenden Bränden gehören Brände von Speisefetten und Speiseölen und werden in der Brandklasse F eingestuft. Niemals dürfen diese Brände mit Wasser gelöscht werden, da durch die Verbindung von Wasser und heißem Fett gefährliche Stichflammen entstehen können.

Löschsprays gibt es je nach Hersteller mit einem Inhalt von 400 bis 600 Milliliter. Die Preisspanne reicht von knapp 13 Euro bis 35 Euro. Mit einer Sprühweite von bis zu 4 Metern ist der Anwender weit genug entfernt von der Gefahrenquelle.
Bitte achten Sie darauf, dass Ihr handlicher Brandbekämpfer eine EU-Zulassung hat und TÜV-geprüft ist.
Kaufen können Sie Löschsprays in jedem Baumarkt und natürlich online. Hier sollten Sie sich allerdings vergewissern, dass der Händler zertifiziert und für eventuelle Rückfragen erreichbar ist und Sie beraten kann. Bewahren Sie Ihr Feuerlöschspray so auf, so dass es bei Bedarf schnell zur Hand ist. Nichts ist schlimmer und kostet wertvolle Zeit, als bei der Entstehung eines Brandes erst das Löschmittel suchen zu müssen. Auch beim Grillen im Garten oder auf dem Campingplatz sollte die handliche Dose nicht fehlen.
Bei den geringen Anschaffungskosten ist es durchaus eine Überlegung wert, mehrere Löschsprays zu deponieren. Gerade in einem Haus können Brände in den unterschiedlichsten Räumen entstehen: im Keller, in der Garage, in der Werkstatt und natürlich auch in der Küche.

Fazit

Brandschutz in den eigenen vier Wänden kostet kein Vermögen, und Sie brauchen zu Ihrer Sicherheit auch kein Feuerwehrauto im Vorgarten. Fehlen sollte im Haushalt auf keinen Fall mindestens ein Löschspray, das helfen kann, einen Brand im wahrsten Sinne im Keim zu ersticken. Ersetzen kann dieses Spray auf keinen Fall aber Feuerlöscher, Feuerlöschdecken oder im schlimmsten Fall die Männer und Frauen der Feuerwehren.
Prüfen Sie vor dem Kauf genau, in welchen Bereichen Sie dieses Spray einsetzen möchten.
Bewahren Sie im Ernstfall Ruhe und handeln Sie besonnen, damit größere Schäden vermieden werden. Noch besser ist es allerdings, wenn Sie niemals auf den Sprühkopf Ihres Feuerlöschsprays drücken müssen.

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