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Aufbau von einem Autoklaven und dessen Funktion

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Sterilisation von medizinischen Geräten ist in der Arztpraxis, im Labor oder beim Zahnarzt täglich Brot. Ansonsten wäre es nicht möglich teure Gerätschaften mehrmals wiederzuverwenden. Damit das möglich wird, haben sich unterschiedliche Methoden der Reinigung etabliert. Je nach Empfindlichkeit und Anwendungsgebiet, die das zu sterilisierende Gut innehat, kommen sie zur Anwendung.

Bei manchen Behältern reicht es zum Beispiel aus sie in eine leistungsfähige Spülmaschine mit heißem Wasser zu waschen. Bei Instrumenten, die einen potenziellen Kontakt mit dem Blutkreislauf haben, sind die gesetzlichen Vorschriften anders. Sie müssen bei deutlich höherer Temperatur behandelt sein.

Eines der Geräte, das für das Sterilisieren von Medizinprodukten bevorzugt ein gesetzt wird, sind sogenannte Autoklaven. Mit Autoklaven lässt sich unter sehr hohen Temperaturen gesättigter Wasserdampf erzeugen. Also ein Gemisch aus Luft und Wasser, welches weit über 100° Celsius erhöht werden kann.

In diesem Beitrag erklären wir, wie Autoklaven funktionieren und warum Autoklaven so gut geeignet sind, um bei medizinischen Instrumenten so gründlich zu reinigen. Zudem erklären wir, worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Autoklav kaufen möchten.

Wie funktionieren Autoklaven? – Autoklav Aufbau

Man denke einfach nur mal an den Einsatz vom Schnellkochtopf zu Hause. Dieser arbeitet deswegen so schnell, weil er gasdicht verschlossen wird. So lässt sich in seinem Innern eine Temperatur erzeugen, die weit mehr als die normale Siedetemperatur von Wasser erreicht. Möglich wird das durch den immensen Druck, den die Luft und das Wasser ausüben, weil sie sich durch die Hitze ausdehnen – ohne dass sie mehr Platz hätten.

Genau nach dem gleichen Prinzip arbeiten Autkolaven. Es sind verschließbare Druckbehälter, in denen Wasser und Luft erhitzt werden. Es gibt sie in unterschiedlicher Größe und Leistungsfähigkeit.

Aufgrund dieses Arbeitsprinzips mit dem extrem hohen Druck, erreichen Autoklaven Temperaturen von über 130°. Somit eignen sie sich ganz hervorragend für die Sterilisation.

 

Der Reinigungsprozess durchläuft mehrere Schritte:

Zuerst kommt die Zeit, in der das Gerät aufgewärmt wird. Es folgt die Ausgleichszeit. Anschließend beginnt die eigentliche Sterilisationsphase. Also wenn das Wasser bis zur Maximaltemperatur aufgeheizt ist. Durch den heftig zirkulierenden Wasserdampf ist Zell-Material leicht von den Instrumenten gelöst. Die extreme Hitze gibt Erregern und Keimen den Rest.

Wie lange dieser Vorgang dauert, das hängt von den Instrumenten ab, die mit dem Dampf gesäubert wird. In der Regel sind es aber mindestens 15 Minuten Zeit, die vergehen – bei ungefähr 121°C. Das ist der Standard.

Besteht jedoch die Gefahr, dass sich Prionen auf den Instrumenten befinden, dann müssten die Autoklaven noch eine Schippe drauflegen. Denn Prionen nennt man in der Biologie sehr stabile Proteine, die im Körper der Menschen Krankheiten auslösen können. Es sind aber keine Viren, weil sie keine DNA oder RNA enthalten. Sie sind eine ganz eigene Kategorie an Erregern. Sehr bekannt in Zusammenhang mit diesem Thema ist die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Diese wird auch als BSE oder als “Rinderwahn” bezeichnet. Ihr Auftreten löste gravierende Umwälzungen bei der Zucht von Tieren aus.

Prionen benötigen auf jeden Fall härtere Maßnahmen. Sie erfordern mindesten 30 Minuten Behandlung bei 132-134°C. Auf diese Funktion sollten Sie beim Kauf eines Geräts unbedingt Acht geben. Alternativ dazu gibt es nur hoch alkalische Lösungen, wie zum Beispiel NaOH. Mit anderen Instrumenten wäre es schwer den Prionen beizukommen. Trockene Hitze zum Beispiel würde nicht funktionieren.

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